About last week

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Diese Woche durften wir den Instagram-Kanal vom Bistum Osnabrück übernehmen.

Die Texte und Bilder, die wir dort geteilt haben, wollen wir auch den Nicht-Instagram-Nutzer*innen nicht vorenthalten, deswegen haben wir sie Euch hier zusammen gestellt.

das sind wir: Isa&Anna. Liebe im Biergarten

Hallo aus dem Biergarten,
Wir sind Isa und Anna und dürfen bis Freitag den Kanal vom @bistumosnabrück übernehmen.
Auf unserem Blog und Instakanal @liebe_im_biergarten erzählen wir aus unserem Leben als gleichgeschlechtlich verheiratetes katholisches Paar. 
Wir sind 28 und 23 Jahre alt, studieren beide katholische Theologie und sind seit 3 Jahren ein Paar.
Die Themen über die wir auf unserem Blog schreiben sind vielfältig. Besonders wichtig ist uns das Schreiben über unseren Glaube, Nachhaltigkeit, unsere Beziehung und das Reisen mit unserem Camper-Van geworden. 
Über welche Themen wir diese Woche mit dir hier auf diesem Kanal ins Gespräch kommen wollen, kannst Du in der Story nachlesen.
Willst Du uns näher kennenlernen? Stell uns deine Fragen gerne hier in den Kommentaren oder in der Story!
Bis bald im Biergarten,
Isa und Anna

Das sind wir: Queer und katholisch

Guten Morgen aus dem Biergarten,
Wir sind queer und katholisch. Und das passt ziemlich gut zusammen für uns.
Unsere Liebe ist für uns keine Sünde, für die wir uns schämen müssten oder gegen die wir ankämpfen sollten und wir können Argumentation, die behaupten es wäre so, nicht verstehen.
Wir empfinden unsere Liebe als ein Geschenk, die ein Mensch alleine so nicht hervorbringen kann. Es liegt in unserer Natur, dass wir uns zueinander hingezogen fühlen. Wir haben uns nicht ausgesucht oder dafür entschieden, lesbisch zu sein. Das heißt, auch unsere Liebe ist Teil der göttlichen Schöpfungswirklichkeit. Wir freuen ein Teil einer Gemeinschaft von Glaubenden zu sein und haben in dieser Gemeinschaft dort auch sehr viele positive Erfahrungen machen dürfen. 
Wir möchten uns nicht aussperren lassen. Wir sind gewollt und genau so wie wir sind wir gut und wichtig. 
Warum wir bleiben und uns für die Diversität in der Kirche einsetzten, erzählen wir Morgen im nächsten Beitrag. 

Should I stay or should I go?; Anna und Isa laufen Händchen haltend vorm Dom

Moin aus dem Biergarten, 
Als queere Katholikinnen werden wir oft gefragt, ob wir schonmal überlegt haben, aus der Kirche auszutreten. Ehrlich gesagt: wir können jede*n verstehen, der*die sich in unserer Situation nicht mehr zur Kirche zugehörig fühlt, weil die Lehre der Kirche ihn*sie zu sehr verletzt. Aber für uns ist klar, dass wir nicht gehen wollen. Wir sind als Kinder Gottes in die Gemeinschaft der Glaubenden hineingetauft, in ihr aufgewachsen und haben in der katholischen Kirche – trotz aller Schwierigkeiten mit der Institution – unsere geistige Heimat gefunden. Das bedeutet uns viel und wir wollen uns das nicht nehmen lassen. Manchmal fällt das schwer, aber wir wollen nicht zulassen, dass uns Amtsträger unseren Weg zu Gott versperren, den wir auch (aber nicht nur) in der heiligen Messe und im gemeinsamen Gebet finden.
Außerdem machen wir in unserem Alltag mit den Menschen, denen wir im Kontext Kirche begegnen, ganz viele positive Erfahrungen. Wir fühlen uns willkommen und dazugehörig. Das freut uns sehr und mit all diesen Menschen wollen wir weiter Teil der Kirche sein und ihr ein freundliches Gesicht geben.
Wir gehören zu Gottes bunter Familie und setzen uns dafür ein, dass ihre Vielfalt sichtbar wird.
Wie geht es dir? Was ist dir wichtig am katholisch/christlich sein? Schreib es gern in die Kommentare!
Bis bald im Biergarten,
Anna und Isa

Arbeitgeberin Kirche?

Hallo aus dem Biergarten,
als wir angefangen haben katholische Theologie zu studieren, hatten wir beide ein klares Ziel vor Augen. Anna wollte Religionslehrerin werden und Isa Pastoralreferentin. 
Dann haben wir unsere Liebe zueinander entdeckt und entschieden, dass es für immer sein soll. Damit war auch klar, dass wir uns für unseren Beruf einen Plan B überlegen müssen.
In der Grundordnung für den kirchlichen Dienst (von 2015) steht, dass Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, nicht in und für die Kirche arbeiten dürfen. 
Das wird von den Bistümern unterschiedlich streng ausgelegt. Wenn der Bischof ein Auge zudrückt, heißt das aber auch immer, dass das Privatleben verheimlicht werden muss, damit niemand daran Anstoß nimmt. 
Uns verstecken und unsere Beziehung verleugnen, ist für uns keine Option. 
Wir können verstehen, dass die Kirche in den Verkündigungsberufen Menschen haben möchte, denen die Botschaft, die es zu verkünden gilt, viel bedeutet und die sich nicht öffentlich gegen die Kirche stellen. Das Problem dabei: Nur weil wir in diesem EINEN Punkt von der Lehre der Kirche abweichen, dürfen wir offiziell keine Verkündigungsberufe übernehmen. Aber dennoch bedeutet uns die Botschaft des Evangeliums von Gottes* Liebe in der Welt, auf die es am Ende ankommt, viel. Und wir würden sehr gerne Menschen auf ihrem Weg mit Gott* begleiten. 
Aber das dürfen wir nicht. Und ganz ehrlich, wir finden es sehr schade. Wir hätten das echt gut gemacht.🤷🏻‍♀️ 
Wir fühlen uns ausgegrenzt und eingeschränkt, weil wir unserer Berufung nicht nachgehen dürfen. 
Jetzt werden wir uns andere Möglichkeiten suchen, wie wir unsere Stärken einsetzen können, um Gottes* Liebe in der Welt zu verkünden. 
Bis bald im Biergarten,
Anna und Isa

Das sind wir: Verheiratet? Mit einer Frau?

Ein Hallo aus dem Biergarten,
„Wie Du bist verheiratet? So jung? Mit einer Frau?? Das ist doch bestimmt ganz anders als eine „normale“ Beziehung?!“
Ja wir sind verheiratet, im Studium, unter 30. Ja wir sind 2 Frauen. Ist unsere Ehe anders als eine zwischen Mann und Frau? 
Erstmal vorweg: Jede Paarbeziehung und jede Ehe ist so individuell wie die Partner*innen. Aber wir denken, dass es dennoch viele ähnliche Freuden und Herausforderungen gibt. 
Und da würden wir unsere Ehe als ziemlich normal beschreiben. Wir lieben uns und haben Spaß zusammen. Es gibt aber auch Missverständnisse und wir streiten uns. Wir genießen Zweisamkeit und brauchen aber auch mal andere Freund*innen um uns. Wir denken über unsere gemeinsame Zukunft und unsere Familie nach. Wir teilen den Alltag und besondere Momente. Wir unterstützen uns gegenseitig und muten uns einander aber auch immer wieder zu, mit allem was zur Anderen dazu gehört. 
Wir wissen, dass unsere Liebe nicht perfekt ist, sie braucht immer wieder Aufmerksamkeit, Pflege und Energie. Aber am Ende ist sie ein Geschenk.
Und vielleicht liegt darin das Besondere. Für uns ist es auf jeden Fall besonders. 
Unsere Liebe ist ein Geschenk, das wir einander machen und das Gott* uns gemacht hat. 
Weil er* uns perfekt liebt, können wir Schwäche zulassen und müssen nicht die perfekte Heilbringerin für die Andere sein. Die perfekte, fehlerlose Liebe schenkt Gott. Wir schenken unsere menschliche Liebe aus vollem Herzen und nach besten Kräften. So sind wir das liebevolle irdische Gegenüber für die Andere. Nicht mehr, 
aber auch nicht weniger.
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Es war uns eine Freude den Kanal zu übernehmen. Vielen Dank fürs Lesen und dabei sein! Wenn Dich weiter interessiert, was wir so machen, schau gerne bei @liebeimbiergarten oder auf dem Blog www.liebeimbiergarten.de vorbei.
Bis bald Isa und Anna

Interessiert Euch eines der Themen mehr? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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